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Die wirtschaftliche Entwicklung beruhte auf Fischfang, Handel u. Salzgewinnung. Seehandel mit den Ostseeländern schon in der wendisch-pomoranischen Zeit im Anschluss an die Jomsburg, 1608 auch mehrere Spanien- und Portugalfahrer in Kolberg heimatberechtigt. 1474-1500 Kaperkriege gegen England. Landwege nach Münzfunden durch Pommern zur alten polnisch-schlesischen Handelsstraße nach Bromberg, Posen bis Ungarn. 1286 durch Pommernherzöge freies Fischrecht bis zur Swine, 1372 durch den Dänenkönig Waldemar eigene Vitte (zwischen Skanör und Falsterbo) für Heringsfang in Schonen und 1554 Handelsvertrag mit Nexö auf Bornholm. Freiheit von Sundzoll in der Hansezeit. Jahrmärkte seit dem Mittelalter bis 1945 waren der Ölmarkt nach Fastnacht mit angeschlossenem Pferdemarkt, der Domnik, die große Kirchmesse nach dem Liebfrauentag (2. 7.) 8, später 14 Tage, zuletzt wenige Tage mit Weiterreise zum Danziger Domnik. Dabei Verlesung der „Bursprake" (Bürgergesetze) über Gewicht, Maß und Polizeivorschriften. Ausfuhr: Pelze, Häute, Honig, Wachs, Holz, Fische, Salz. Einfuhr: Leinen, Wolle, Seidengewebe, Lederwaren, Gewürze, Wein, Südfrüchte und Leckereien. Bedeutender Salzhandel. Die bedeutendste Handelsverbindung, der Kolberg angehörte, war die Hanse, schon 1304 auf Hansetagen des wendischen Quartiers vertreten, 1361 unmittelbares Mitglied, zahlte Kolberg gleichen Jahresbeitrag wie Wismar, Greifswald, Stargard (25 Taler). 1334 wurde die Kaufmannsgilde des Seglerhauses gegründet aus Kaufleuten und Schiffern, seit 1516 und der preußischen Städteordnung von 1808 Handelskammer. Die Herrenburse reicht mit Aufzeichnungen bis 1510 zurück, ursprünglich für Handelsinteressen, dann Junkergesellschaft der Ratsgeschlechter wie die Artushöfe. Die Schützengilde 1400 gegründet. | |||||
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